Berufsausbildung im Unternehmensverbund

Der kreative Weg zu Fachkräften für spezialisierte kleine und mittelständische Unternehmen

Wo bekomme ich nur gute Fachleute her? Diese Frage bewegt immer mehr Unternehmer und Personalverantwortliche – vor allem kleiner und mittelständischer Unternehmen aller Branchen, die die Berliner Wirtschaft wesentlich prägen. Sowohl Betriebe mit Tradition als auch junge Unternehmen tragen mit den Leistungen ihrer gut ausgebildeten Mitarbeiter zum wirtschaftlichen Wachstum der Stadt bei.

Doch vielfach ist bereits jetzt in vielen, vor allem spezialisierten kleineren Unternehmen der drohende Mangel an Fachkräften mit einer soliden beruflichen Ausbildung im kaufmännischen, vor allem aber im technischen Bereich, spürbar. Wer diesem entgegen wirken will, bietet jungen Menschen selbst einen Ausbildungsplatz an.

Wann kann im Verbund ausgebildet werden?

Dies ist häufig auch dann möglich, wenn auf Grund fehlender Ausstattung oder besonderer Spezialisierung des Unternehmens nicht alle Kenntnisse und fachpraktischen Fertigkeiten für den jeweiligen Beruf umfassend vermittelt werden können. Verbundausbildung heißt hier die Lösung. Dabei ergänzt ein Kooperationsbetrieb die fehlenden Ausbildungsinhalte des Leit-Unternehmens zu einer kompletten Berufsausbildung. Dabei handelt es sich um einen obligatorischen Verbund.

Die Feststellung, welche Ausbildungsinhalte anderweitig vermittelt werden müssen, treffen immer die Berater der für die Berufsausbildung jeweils zuständigen Stellen (Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Kammern der freien Berufe). 

Welche Vorteile bringt die Verbundausbildung?

Verbundausbildung kann auch im Werben um geeignete Auszubildende ein Vorzug sein, wenn ihnen damit die Möglichkeit geboten wird, zusätzliche berufsbezogene Fertigkeiten und Kenntnisse bei einem Partnerunternehmen zu erlangen. So manch ein junger Mensch entscheidet sich dann doch für eine duale Berufsausbildung im Unternehmen und nicht für ein Studium. Hierfür verwendet man den Begriff qualitätssteigernder Verbund.

Durch die vorausschauende Personalplanung kann dafür gesorgt werden, dass gerade in kleineren Unternehmen wichtiges Know-how bereits während der Ausbildung an die nächste, flexible und leistungsbereite Mitarbeiter-Generation weitergegeben wird.

Die Verbundberatung für die duale Berufsausbildung in Berlin, wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gefördert. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK), der Handwerkskammer Berlin, dem Verband der Freien Berufe in Berlin e.V. sowie der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V.

Die Projektmitarbeiterinnen bieten einen kostenfreien Service: von der Suche passender Kooperationsunternehmen über die Erarbeitung der Kooperationsverträge bis zur Unterstützung bei der Antragstellung für Fördermittel. Über eine enge Vernetzung mit anderen Partnern ist auch die Vermittlung von Bewerbern möglich.